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Bedienungskonsistenz bei Apple-Programmen?
Januar 30, 2006, 18:40:43
Gerade die Apple-Programme sollten alle gleich funktionieren.

Tun sie aber nicht! Dazu hatte ich ja dieses läppische Beispiel genannt:

Zitat
Zitat
Beispiel: möchte ich in iTunes einen Ordner öffnen (der Ordner heißt und das Finder Ordnersymbol hat) so klappt das mit Apfel + O nicht. So ein Mist denke ich mir und bin genervt.

habe ich nicht verstanden.

Naja mein Gedanke war, das Öffnen eines Ordners funktioniert in allen Apple Programmen mit dem gleichen Tastenbefehl. Im Finder habe ich das Ordneröffnen zuerst gelernt: markieren > Apfel + O. In iTunes dreht sich bei diesem Befehl aber nicht der Pfeil auf und gibt die Sicht auf den Ordnerinhalt frei, sondern es wird der Befehl "zur Bibliothek hinzugügen" aufgerufen.
« Letzte Änderung: Januar 31, 2006, 11:04:22 von MacFlieger »
Re: iLife 06 - erste Eindrücke
Antwort #1: Januar 30, 2006, 19:06:47
Gerade die Apple-Programme sollten alle gleich funktionieren.

Tun sie aber nicht! Dazu hatte ich ja dieses läppische Beispiel genannt:

Naja, das Konzept, alle Objekte (Bilder/Lieder/Adressen) liegen in der Bibliothek, einzelne Sichten (Wiedergabelisten, Alben, Gruppen) darauf kann man definieren, ist ähnlich bei iTunes/iPhoto/Adreßbuch. Perfekt sind die Programme alle nicht. ;)

Zitat
Naja mein Gedanke war, das Öffnen eines Ordners funktioniert in allen Apple Programmen mit dem gleichen Tastenbefehl. Im Finder habe ich das Ordneröffnen zuerst gelernt: markieren > Apfel + O. In iTunes dreht sich bei diesem Befehl aber nicht der Pfeil auf und gibt die Sicht auf den Ordnerinhalt frei, sondern es wird der Befehl "zur Bibliothek hinzugügen" aufgerufen.

Also Apfel-O sollte eigentlich in allen Programmen "Objekt/Dokument öffnen" bedeuten. Im Falle eines Ordners im Finder ist das dann natürlich "Ordner öffnen". "Pfeil aufdrehen" im Finder geht so auch nicht. Geh mal in die Listendarstellung und versuche einen Pfeil dort mit Apfel-O aufzuklappen. Geht natürlich nicht, denn der Ordner wird geöffnet und nicht die Ansicht erweitert. Um einen solchen Pfeil im Finder aufzuklappen, nimmt man Cursor-rechts.
Aber ich verstehe Dein Beispiel in iTunes immer noch nicht. Wo gibt es da  Ordner mit Pfeilen, die man aufklappen kann?
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Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen´gen nur gewesen." -- Schiller
Re: iLife 06 - erste Eindrücke
Antwort #2: Januar 30, 2006, 19:37:39
Besseres Beispiel hatte ich auf die Schnelle nicht zur Hand. Aber aus der Erinnerung raus, kam es schon öfters vor, daß in den iApps irgendwas nicht so ging wie erwartet/gewohnt.

Wo gibt es da  Ordner mit Pfeilen, die man aufklappen kann?

Ich vergaß, daß man natürlich zuerst einen Ordner in iTunes anlegen muß: Ablage > Neuer Ordner.
Re: iLife 06 - erste Eindrücke
Antwort #3: Januar 30, 2006, 19:45:05
Zitat
Also Apfel-O sollte eigentlich in allen Programmen "Objekt/Dokument öffnen" bedeuten.

Apfel-O öffnet weder in iTunes, noch in iPhoto. Soviel zur einheitlichen Bedienung. ::)
Re: iLife 06 - erste Eindrücke
Antwort #4: Januar 30, 2006, 19:55:15
Wo gibt es da  Ordner mit Pfeilen, die man aufklappen kann?

Ich vergaß, daß man natürlich zuerst einen Ordner in iTunes anlegen muß: Ablage > Neuer Ordner.

Jetzt habe ich da links einen "Ordner". Kannte ich noch nicht und ich weiß auch nicht wofür der gut sein soll.
Und wo ist da jetzt ein Pfeil, der aufklappen soll?

Zitat
Apfel-O öffnet weder in iTunes, noch in iPhoto. Soviel zur einheitlichen Bedienung.

Doch. Es öffnet ein Dokument; ein iTunes-Dokument ist ein Lied und beim Öffnen eines Liedes wird das je nach Einstellung, in die Bibliothek kopiert.
In Pages z.B. öffnet Apfel-O ein Pages-Dokument.
In Word öffnet Apfel-O ein Word-Dokument.
In xy öffnet Apfel-O ein xy-Dokument.

Ich vermute, Du mißverstehst da Apfel-O.
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Re: iLife 06 - erste Eindrücke
Antwort #5: Januar 30, 2006, 20:45:40
Jetzt habe ich da links einen "Ordner". Kannte ich noch nicht und ich weiß auch nicht wofür der gut sein soll.
Und wo ist da jetzt ein Pfeil, der aufklappen soll?

Gutes Beispiel für Verwirrung durch nicht einheitliches GUI. Im Gegensatz zum Finder erscheint der Pfeil erst, wenn man was (Playlisten, Ordner) in den Ordner gesteckt hat.

Zitat
Apfel-O ... öffnet ein Dokument; ein iTunes-Dokument ist ein Lied und beim Öffnen eines Liedes wird das je nach Einstellung, in die Bibliothek kopiert.

Auf meinem Rechner ist das so:

Im Finder: MusikDatei doppelklicken: öffnet ein Musikabspielprogramm und die Musik ertönt
Im Finder: MusikDatei markieren > Apel+O: öffnet ein Musikabspielprogramm und die Musik ertönt
In iTunes: MusikTitel doppelklicken: die Musik ertönt im bereits geöffneten Musikabspielprogramm iTunes
In iTunes: MusikDatei markieren > Apfel+O: öffnet "zur Bibliothek hinzufügen", ein Importfenster in dem man eine Datei erst noch auswählen soll. (Ob, oder welchen, Titel ich vorher in iTunes markiert hatte, spielt keine Rolle)

Wer tanzt hier aus der Reihe?

So sehr ich auch von den Möglickkeiten von Datenbanken, z.B. in iTunes, begeistert bin, genauso beklage ich die - theoretisch nicht notwendige, aber real vorhandene - uneinheitliche Bedienung.
Oje, jetzt komme ich aber ausdauernd vom Ursprungsthema ab.

« Letzte Änderung: Januar 30, 2006, 20:52:37 von radneuerfinder »
Re: Bedienungskonsistenz bei Apple-Programmen?
Antwort #6: Januar 31, 2006, 11:26:45
Ich habe die Diskussion zur Bedienungskonsistenz mal abgetrennt, hat ja nichts mehr mit den ersten Eindrücken zu iLife06 zu tun.

Jetzt ist ziemlich klar, daß bei Dir ein Mißverständnis bei der Bedienungsphilosophie (z.B. Apfel-O) vorliegt.

Erstmal was grundsätzliches. Der Finder verhält sich tatsächlich an einigen Stellen anders als alle anderen Anwendungsprogramme. Und ich denke, daß daher das Mißverständnis ("Apfel-O öffnet Ordner" aus Deinem Eingangsposting) stammt.
In allen(!) mir bekannten Programmen dient Apfel-O (für Open) dazu in einem Anwendungsprogramm ein Dokument von der Festplatte zu öffnen und im Anwendungsprogramm selber darzustellen. Dabei wird immer eine Dateiauswahlbox angezeigt, in der man die zu öffnende Datei angibt. Apfel-O dient nie dazu ein im Anwendungsprogramm markiertes Objekt in irgendeiner Art und Weise zu bearbeiten. In dieser Hinsicht sind die Anwendungsprogramme alle konsistent.

Eine Ausnahme macht hier der Finder. Würde sich der Finder als Dateiverwaltungsprogramm mit den anderen Programmen konsistent verhalten, müßte er folgendes Verhalten zeigen: Auf Apfel-O erscheint eine Dateiauswahlbox, in der man eine Datei auswählen kann, die dann im Finder angezeigt wird. Eine recht sinnlose Aktion. ;) Ich vermute daher, daß man beim Finder deshalb den Schritt der Dateiauswahlbox weggelassen hat und stattdessen die Aktion auf die markierten Objekte bezieht.
Der Finder ist halt was besonderes und verhält sich daher nicht konsistent zu allen anderen Anwendungsprogrammen. Apfel-Q funktioniert z.B. auch nicht wie in allen anderen Anwendungsprogrammen.

Soviel zur Konsistenz bezgl. Apfel-O. Meine damalige Aussage zur Konsistenz bezog sich auch eher auf das zugrunde liegende Verwaltungskonzept in iPhoto/iTunes/Adreßbuch.

Nun zu Deinem Pfeil zum erweitern der Ansicht (nicht Ordner öffnen!):
Im Finder (ausschließlich in der Listenansicht!) und in vielen Anwendungsprorgammen, die Listen mit ein-/ausklappbaren Unterpunkten haben, kann man mit Cursor hoch/runter durch die Liste laufen und mit Cursort rechts/links Ebenen auf- und zuklappen. Leider funktioniert das bei iTunes nicht. Das ist Mist und inkonsistent.

Zitat
Auf meinem Rechner ist das so:

Im Finder: MusikDatei doppelklicken: öffnet ein Musikabspielprogramm und die Musik ertönt
Im Finder: MusikDatei markieren > Apel+O: öffnet ein Musikabspielprogramm und die Musik ertönt
In iTunes: MusikTitel doppelklicken: die Musik ertönt im bereits geöffneten Musikabspielprogramm iTunes
In iTunes: MusikDatei markieren > Apfel+O: öffnet "zur Bibliothek hinzufügen", ein Importfenster in dem man eine Datei erst noch auswählen soll. (Ob, oder welchen, Titel ich vorher in iTunes markiert hatte, spielt keine Rolle)

Apfel-O und Doppelklick auf ein Objekt sind völlig verschiedene Sachen.
Wie Du oben schreibst:
Ein Doppelklick auf ein Objekt, öffnet dieses. Das funktioniert im Finder und in Anwendungsprogrammen. Was öffnen bedeutet, hängt von dem Objekt und dem Programm ab.
Apfel-O öffnet in Anwendungsprogrammen immer eine Dateiauswahlbox, in der man die in dem Anwendungsprogramm zu öffnende Datei angibt. Nur im Finder wird nicht eine Datei ausgewählt, die dann im Finder geöffnet wird, sondern es wird die markierte Datei im zugehörigen Programm geöffnet (bei Dateien das entsprechende Programm, bei Ordner ebenfalls nur ist hier das entsprechende Programm der Finder).

Alle Unklarheiten beseitigt? Oder jetzt völlig verwirrt?
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Re: Bedienungskonsistenz bei Apple-Programmen?
Antwort #7: Januar 31, 2006, 12:25:23
Apfel-O und Doppelklick auf ein Objekt sind völlig verschiedene Sachen.
...
Alle Unklarheiten beseitigt? Oder jetzt völlig verwirrt?

Danke für die ausführliche Erläuterung! Verstehen tu ichs jetzt schon, aber ich behalte mir weiterhin vor das nicht sehr intuitiv zu finden. 8) 

Zitat
Der Finder verhält sich tatsächlich an einigen Stellen anders als alle anderen Anwendungsprogramme.

Nichts anderes meinte ich. Ich finde das kompliziert und unnötig. Oder anders gefragt, gibt es einen Tastenbefehl der den Doppelklick ersetzt?


Weils, wie ich finde, schön rein paßt, zitiere ich mal John Siracusa:

Back in 1984, explanations of the original Mac interface to users who had never seen a GUI before inevitable included an explanation of icons that went something like this: "This icon represents your file on disk." But to the surprise of many, users very quickly discarded any semblance of indirection. This icon is my file. My file is this icon. One is not a "representation of" or an "interface to" the other. Such relationships were foreign to most people, and constituted unnecessary mental baggage when there was a much more simple and direct connection to what they knew of reality. ... "This icon is my file."

This same coherency also extended to Finder windows, to the degree that the a Mac user might not have understood what you meant by "Finder window" back in the days before Mac OS X. "Oh, you mean this folder." There was no such thing as a "Finder window" that "displayed the contents of a folder." Double-clicking a folder opened it. The resulting window was the folder.
...
The illusion was so powerful and so like the familiar physical world that the Finder itself disappeared as a separate entity. It has been said that "the interface is the computer", meaning that the average user makes no distinction between the way he interacts with the computer and the reality of the computer's internal operation. If the interface is hard to use, the computer is hard to use, and so on. The interface is the computer.


aus: About the Finder
Re: Bedienungskonsistenz bei Apple-Programmen?
Antwort #8: Januar 31, 2006, 12:53:54
Danke für die ausführliche Erläuterung! Verstehen tu ichs jetzt schon, aber ich behalte mir weiterhin vor das nicht sehr intuitiv zu finden. 8) 

Ja, hatte ich ja erwähnt, daß der Finder da aus der Reihe springt. ;)

Zitat
Zitat
Der Finder verhält sich tatsächlich an einigen Stellen anders als alle anderen Anwendungsprogramme.

Nichts anderes meinte ich. Ich finde das kompliziert und unnötig.

Tja, Lösung wäre entweder ein verhalten des Finders wie ich beschrieben habe (ziemlich sinnlos) oder Apfel-O im Finder ganz wegzulassen.

Zitat
Oder anders gefragt, gibt es einen Tastenbefehl der den Doppelklick ersetzt?

AFAIK nicht, und genau das bräuchte man ja im Finder als Ersatz für das Apfel-O.
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Florian

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Re: Bedienungskonsistenz bei Apple-Programmen?
Antwort #9: Januar 31, 2006, 13:17:45
Im Path Finder drückt man Return, was zunächst auch wieder verwirrt, da es ja sonst zum Umbenennen dient. Finde ich trotzdem irgendwo logisch (auch wenn es unter Windows auch so ist...).
Kann man aber in path Finder alles ändern, im Finder nicht so einfach.

Wasse wolle Siracusa?
Man stelle ein: Icon-Ansicht, Seitenleiste ausblenden. Nun schmeisst man alle Ordner auf den Schreibtisch und schon ist es wie damals. Das das intuitiver sein soll, mag sein, aber halt auf Dauer sehr, sehr unübersichtlich. Für mich ist auch er (ansonsten schätze ich viele seiner Texte) einer dieser "Der erste Mac war die Krönung". Das man seitdem viel, viel mehr Daten hat und eine Veränderung auch mal ein Fortschritt sein kann, spielt in solchen Überlegungen selten eine Rolle.
Das der Finder kein gutes Programm ist, eben "notorious" wie Apple selbst schreibt ;). liegt meiner Meinung nach v.a. an vielen anderen Dingen.
_______
"If music be the food of love, play on!”
                         William Shakespeare